Die erste Besteigung des Brockens ist im
Jahr 1572 nachgewiesen. Der Nordhäuser Arzt Johannes Thal beschrieb
in seinem Buch erstmalig die Flora des Brocken.
Ein wahrer Brocken ist
er. Mit seinen 1142 Metern über NN ragt er deutlich
aus der Landschaft und ist mit seinen Aufbauten
weithin zu sehen. Die Brockenkuppe gehört
geografisch zu Sachsen-Anhalt. Als Teil der
Grenzanlagen der früheren innerdeutschen Grenze war
Sie für Urlauber von 1961 bis 1989 nicht zu
erreichen. Heute führen wieder Wanderwege auf den
Gipfel, den man aber auch mit der Brockenbahn
erreichen kann. Ein Hotel mit angeschlossener
Gastronomie gibt dem müden Wanderer Unterkunft und
dem hungrigen Reisenden Speis und Trank.
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Der
Brocken ist Bestandteil des Nationalparks Harz und
genießt besonderen Schutz. Sanfter Tourismus war und
ist Bedingung zur Erhaltung der Artenvielfalt an
Pflanzen und Tieren. Die Flora und Fauna hat sich in
der Zeit als Sperrgebiet sehr gut erholt und
entwickelt. Einige Arten, wie die Brockenanemone
kommen nur hier vor. Andere Arten wie der Luchs
wurden wieder angesiedelt oder aber eingeschleppt,
wie der Waschbär. Ihr zukünftiger Einfluss auf das
bestehende Gleichgewicht lässt sich noch nicht
einschätzen, sind Sie doch unmittelbare Fressfeinde
heimischer Vogelarten, die es auch ohne neue
Raubtiere besonders schwer haben. Wenn Sie also den
Brocken besuchen, genießen Sie die Aussicht und die
Wanderung. Bedenken Sie aber auch, das Sie sich in
einer Region bewegen, die den Menschen nicht gewohnt
ist. So kann (wie schon geschehen) eine einzige
achtlos weggeworfene Zigarettenkippe das Leben und
den Lebensraum vieler seltener Pflanzen und Tiere,
sogar ein ganzes Hochmoor für immer vernichten.
Der Regenfänger - Klimatische Bedeutung - oder warum
es hier so neblig ist:
Die
vorwiegend aus Westen und Südwesten wehenden Winde
werden am Harz zum Aufstieg gezwungen, kühlen sich
ab und müssen Ihre Feuchtigkeit abgeben. Besonders
im Brockengebiet sind diese Niederschläge bedeutend.
Sie erreichen eine jährliche Durchschnittsmenge von
1700 mm. Dieses ozeanisch geprägte Klima äußert sich
auch in den tagelangen Nebeln, die die Brockenkuppe
oft einhüllen. Die Bedeutung als
"Regenschattenspender" zeigt sich bei Betrachtung
der Niederschlagsmenge in den nördlichen und
östlichen Randgebieten des Harzes, die bei nur 700
mm liegt.
Die Schneedecke hält sich oft bis zu 160 Tagen im
Jahr. Durch Warmlufteinbrüche, wie wir sie in den
letzten Jahren häufiger beobachten, setzen
Tauperioden ein, die wieder von Frostperioden
abgelöst werden. Die Folge sind die Bildung des von
Skisportlern gefürchteten Harsches und Schneebruch
in den Forsten.

Zu den vielen Sagen trugen
vielleicht bei, dass seine Spitze ca. 300 Tage im Jahr im Nebel
liegt, seltene optische Effekte (Halos) zu beobachten sind und vor
allem aber das Brockengespenst, welches den Besteigern Schrecken
einjagt.

Im Jahr 1935 gelang die erste
Fernsehübertragung vom Brocken mit einem mobilen Sender. Im Jahr
darauf wurde der erste Fernsehturm der Welt auf dem Berg erbaut.
1937 wurde der Brocken zusammen mit Wurmberg, Achtermann und
Acker-Bruchberg-Grad zum Naturschutzgebiet Oberharz erklärt. Die
heutige Wetterwarte nahm 1939 ihren Betrieb auf. Bei einem
Luftangriff der US-Luftwaffe wurde das Brockenhotel am 17. April
1945 durch Bomben zerstört. Von 1945 bis zum April 1947 war der
Brocken durch Truppen der USA besetzt. Danach erfolgte im Zuge eines
Gebietsaustausches (Festlegungen der Jalta-Konferenz) die Übergabe
an die sowjetische Besatzungszone. Die Ruine des Brockenhotels wurde
1949 gesprengt. Von 1948 bis 1959 ist eine Teilfläche des Brockens
wieder für Touristen zugänglich, allerdings mit Passierschein. Die
Vergabe von Passierscheinen wurde großzügig gehandhabt. Ab August
1961 wird der Brocken, der im unmittelbaren Grenzgebiet der DDR zur
BRD lag, zum militärischen Sperrgebiet erklärt und war somit für die
Bevölkerung nicht mehr zugänglich. Der Gipfel wurde stark
militärisch ausgebaut. Die Sicherung des Areals oblag den
Grenzsoldaten der 5. Grenzkompanie Schierke, die in Zugstärke auf
dem Gipfel stationiert waren. Als Unterkunft diente ihnen der
Brockenbahnhof. Der Brocken wurde umfangreich für Überwachungs- und
Spionagezwecke genutzt. Auf dem Gipfel befanden sich zwei große und
leistungsfähige Abhöranlagen. Eine gehörte dem sowjetischen
Militärgeheimdienst GRU und war damit zugleich der westlichste
Vorposten Moskaus, die andere war der Hauptabteilung III. des
Ministerium für Staatssicherheit der DDR unterstellt. Die Objekte
trugen Tarnnamen: "Jenissej" und "Urian". Mit der deutschen
Wiedervereinigung wurden ab 1990 schrittweise die
Grenzsicherungsanlagen sowie die militärischen Anlagen abgebaut. Der
letzte russische Soldat verließ den Brocken am 30. März 1994. Die
Brockenkuppe wurde mit Millionenaufwendungen renaturiert. Sie ist
vor allem ein beliebtes touristisches Ziel für Harzbesucher. |
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Der Brocken
von Thorsten Schmidt, Jürgen Korsch
Sprache: Deutsch
Sondereinband - 80 Seiten - Schmidt-Buch-Verlag, Wernigerode
Erscheinungsdatum: 2003
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Der Hochharz, Freizeitkarte
Rund um den Brocken
von Bernhard Spachmüller, Marion Schmidt, Thorsten Schmidt
Sprache: Deutsch
Landkarte - Schmidt-Buch-Verlag, Wernigerode
Erscheinungsdatum: Januar 2005
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Nationalparks Harz und Hochharz 1 : 35 000. Grosse
Wanderkarte. Wege zum Brocken.
Landkarte - Barthel
Kundenrezensionen:
Eine sehr schöne und übersichtliche Wanderkarte die viel mehr als
das Brockengebiet abdeckt. Nicht nur für Wanderer auch Radfahrer
werden mit dieser Karte, die auch eine Schutzhülle hat, Ihr Ziel
erreichen.
Die Karte deckt im Norden folgende Gebiete ab: Wolfshagen, Goslar,
Bad Harzburg, Stapelburg, Ilsenburg
Im Osten die Gebiete: Wernigerode, Hasselfelde, Königshütte,
Benneckenstein
Im Süden die Gebiete: Hohegeiß, ...
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